Physiotherapeut bespricht mit Patientin einer Schulterproblematik

Autor: Thomas Wein

„Fühlst Du Dich gut
behandelt?“

„Fühlst Du Dich gut behandelt?“ Studie der Hochschule Fresenius zeigt: Patienten wünschen sich kürzere Wartezeiten und wollen von Ärzten ernster genommen werden. Therapiewissenschaftlerinnen der Hochschule Fresenius legen eine Studie zur Versorgungsqualität in Deutschland vor. Sie haben mehr als 1000 Personen befragt, was sie von Ärzten, Therapeuten und Heilpraktikern erwarten und wie zufrieden sie mit ihrer Versorgung tatsächlich sind. Die untersuchten Berufsgruppen schneiden in den Bewertungen sehr unterschiedlich ab. Von Ärzten fühlen sich Patientinnen und Patienten oft nicht ausreichend ernst genommen. Sehr zufrieden zeigten sich die Befragten hingegen mit der Behandlung durch Heilpraktiker. Zu lange Wartezeiten auf einen Behandlungstermin wurde allen attestiert. In der Studie mit dem Titel „Fühlst Du Dich gut behandelt?“ unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Hammer, Dekanin des Masterstudiengangs Therapiewissenschaften, beantworteten mehr als 1000 Personen einen standardisierten Fragebogen zu ihren Erwartungen und Erfahrungen bezüglich einer ambulanten Behandlung. Erfragt wurden Verhalten und Kompetenz der Behandelnden sowie Maßnahmen und Behandlungsergebnis. Die Studie zeigt, welche Faktoren den wahrgenommenen Behandlungserfolg beeinflussen und welche Berufsgruppe aus Sicht der Patienten die beste Behandlungsqualität bietet. „Die Ergebnisse haben …

Autor: Thomas Wein

Neue
Heilmittelverordnungen im Umlauf

Fälschlicherweise sind neue Heilmittel-Verordnungen im Umlauf. Da das Inkrafttreten der überarbeiteten Heilmittel-Richtlinie aufgrund vermeintlich fehlender Software in Arztpraxen vom 1. Oktober auf den 1. Januar 2021 verschoben wurde, sind die Verordnungsformulare derzeit ungültig. Leider scheinen die Abgaben der neuen Verordnungsformulare keine Einzelfälle zu sein, sondern ein bundesweites Problem darzustellen. Die Redaktion der Therapie und Praxis hat beim GKV Spitzenverband nachgefragt, wie Therapeuten mit den neuen Verordnungen umgehen sollen, damit die medizinische Versorgung mit physiotherapeutischen Leistungen weiterhin gewährleistet ist. Leider hilft der GKV Spitzenverband in dieser Frage nicht und lässt die Therapeuten im Unklaren. So lautet die Antwort der Pressestelle, der GKV- Spitzenverband habe davon gehört, stimme das Vorgehen ab. Mehr könne man im Moment dazu nicht sagen. Vielleicht aber in der nächsten Woche, dann eventuell Genaueres. Bernd Liebenow, stellvertretender Bundesvorsitzender des VDB-Physiotherapieverbandes rät auf Nachfrage von der Annahme ungültiger Verordnungen ab. Besser wäre, sagt Liebenow, wenn die Ärzte, die ihre Software schon umgestellt haben, die alten und noch gültigen Rezepte händisch ausfüllen. Es sei darüber hinaus aber auch klar: „Anfallender Verwaltungsmehraufwand, der zu Lasten von …

Autor: Thomas Wein

Bürokratieabbau für
Therapeuten

Die Krankenkassenverbände und der GKV-Spitzenverband veröffentlichen Empfehlungen zur bürokratischen Entlastung im Heilmittelbereich. Anlass ist die Verschiebung der Heilmittel-Richtlinie, die zur Entlastung des Verwaltungsaufwandes im Heilmittelbereich beitragen sollte. Zum Ausgleich geben die Krankenkassen nun aktualisierte Empfehlungen bekannt, die den bürokratischen Aufwand der Therapeuten in der Übergangszeit erleichtern. Damit werden die bisherigen Empfehlungen mit Stand vom 02.07.2020 ersetzt.   Die wichtigsten Maßnahmen kurz und knapp: Die Hygienepauschale wird verlängert bis zum 31.12.2020. Die geregelte Unterbrechungsfrist von 14 Tagen wird für alle Verordnungen, die bis zum 31.12.2020 abgerechnet werden, nicht geprüft. Änderungen an nicht richtlinienkonform ausgestellten Verordnungen können die Therapeuten bis zum 31.12 2020 selbständig vornehmen. Der Genehmigungsverzicht wird bereits für alle ab 01.10.2020 ausgestellten Verordnungen empfohlen. Damit setzen die Krankenkassen einen Teil, der von den maßgeblichen Verbänden in einer Videokonferenz geforderten Maßnahmen zum Bürokratieabbau, nach Verschieben der Heilmittel-Richtlinie, um. Die Empfehlungen im Wortlaut hier: 20200929_Aktualisierung_Empfehlungen_Verschiebung HeilM-RL.  

Vier Vorsitzende der Physio-Verbaende

Autor: Thomas Wein

Verhandlungen enden
ergebnislos – nun
entscheidet die
Schiedsstelle

Die letzte Verhandlungsrunde zwischen dem GKV-Spitzenverband und den vier Physiotherapieverbänden endete ohne Ergebnis. Am 23. September 2020 endete die Verhandlungsrunde zwischen dem GKV-Spitzenverband und den vier maßgeblichen Physiotherapeuten-Verbänden. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V., PHYSIO-DEUTSCHLAND (ZVK), der VDB-Physiotherapieverband e.V. und der Verband Physikalische Therapie (VPT) e.V. haben trotz der teilweisen Blockadehaltung der Krankenkassen alles versucht, um das bestmögliche Ergebnis für die Therapeutinnen und Therapeuten zu erzielen. Trotz intensiver Gespräche und verschiedener Vorschläge seitens der Verbände, sind die Verhandlungen am Abend bei den wichtigen Themen Vergütung und Rahmenvertrag gescheitert. Es gab erneut keine Bereitschaft der Kassen inhaltlich und wirtschaftlich tragfähige Weichen für die nächsten Jahre zu stellen – jetzt muss die Schiedsstelle entscheiden… „Wir haben kein Verständnis, dass die Kassen so wenig Bewegung zeigen!“, so die Vorsitzenden der Verbände. „Zwar war uns bewusst, dass es harte Verhandlungen werden, von so wenig Entgegenkommen in so entscheidenden Punkten wie Vergütung und Leistungsbeschreibung seitens der GKV-Spitzenverband sind wir allerdings doch überrascht. Über Annäherungen bei einzelnen Fragen ging es leider nicht hinaus und gerade im Bereich Vergütung waren unsere …

Autor: Thomas Wein

G-BA: Geltungsdauer für Heilmittelverordnungen bleibt auf 28 Tage
verlängert

G-BA beschließt regional begrenzte Covid-19-Ausnahmeregeln und bundesweite Sonderregeln. Die Geltungsdauer für Heilmittelverordnungen bleibt auf 28 Kalendertage verlängert, bis die neuen Heilmittelrichtlinien in Kraft treten. Hintergrund der Verlängerung ist die Verschiebung des Inkrafttretens der umfassend geänderten Heilmittel-Richtlinien, teilt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in einer Pressemitteilung mit. Damit schafft der G-BA Rechtssicherheit für Heilmittelerbringer und schließt mit dieser bundesweiten Sonderregel die Lücke für den Zeitraum 30. September bis 1. Januar 2021. Welche Ausnahmeregelungen für ärztlich verordnete Leistungen gelten, wenn es in einzelnen Regionen wieder zu steigenden Infektionszahlen durch das Coronavirus kommt und Schutzmaßnahmen greifen, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ebenso in einem Grundlagenbeschluss festgelegt. Die Ausnahmeregelungen orientieren sich an den befristeten COVID-19-Sonderregelungen, die der G-BA im März 2020 mit bundesweiter Geltung beschlossen hatte. Konkret geht es um die Möglichkeit für Ärztinnen und Ärzte, Verordnungen nach telefonischer Anamnese auszustellen, um die Gültigkeit, Voraussetzungen und Fristvorgaben von Verordnungen sowie die Art der Leistungserbringung z. B. per Videobehandlung. Ziel ist es, den medizinischen Leistungserbringern einen formal rechtssicheren Spielraum zum Schutz ihrer Patientinnen und Patienten vor Infektionsrisiken zu gewährleisten. „Die Erfahrungen …

weisses ausrufezeichen auf gelben Hintergrund

Autor: Thomas Wein

Statement der Physiotherapie-Verbände

Verhandlungsrunde endet erneut ergebnislos Wir sind über die mangelnde Wertschätzung, die uns die Gesetzliche Krankenversicherung mit Blick auf ihre Verweigerungshaltung entgegenbringt, tief enttäuscht, erklären die Vorsitzenden der Berufsverbände IFK, VDB-Physiotherapieverband, VPT und PHYSIO-DEUTSCHLAND nach dem Ende der letzten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag in Berlin. Weder zu den neuen Leistungspositionen wie beispielsweise der Physiotherapeutischen Diagnostik, noch zur dringend benötigten Anpassung der Leistungsbeschreibung und der erforderlichen Gebührenanpassung konnten trotz mehrstündiger harter Verhandlungen konkrete Ergebnisse mit den Krankenkassen vereinbart werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Das Ergebnis lautet null/nichts, so die vier Vorsitzenden. Die Aussage einzelner Krankenkassenvertreter aus dem Lager der Ersatzkassen, dass man keinen Grund für eine Gebührenanpassung sehe und deshalb den Berufsverbänden kein Angebot – außer einer Nullrunde – unterbreite, war ein harter Schlag ins Gesicht der Berufsgruppen, die tagtäglich die Versorgung der Patienten der gesetzlichen Krankenkassen sicherstellen. Berufsgruppen, die in den letzten Monaten als systemrelevante Gesundheitsberufe, trotz deutlich erhöhten Aufwands und ganz erheblicher persönlicher Belastungen durch das ganztägige Tragen der persönlichen Schutzausrüstung – selbst bei höchsten Sommertemperaturen – pflichtbewusst ihre Patienten behandelt und …

Autor: Thomas Wein

Vergütungsverhandlungen ohne Ergebnis

Eilmeldung – Eilmeldung – Eilmeldung Auch der dritte Verhandlungstag der Vergütungsverhandlungen im Heilmittelbereich Physiotherapie brachte keine Einigung zwischen den Vertragspartnern GKV Spitzenverband und den maßgeblichen Verbänden VDB-Physiotherapieverband, IFK, Physio Deutschland und VPT. In einem letzten Versuch werden die strittigen Punkte nun am 23. September 2020 nachverhandelt. Kommt es zu keiner Einigung setzt anschließend das Schiedsverfahren ein. Weniger anzeigen

Autor: Thomas Wein

Kindertherapie:
„Sanft begleitet von
Anfang an“

Frankfurt: VDB-Mitglied Susanne Weidenhausen im Portrait „Sanft begleitet von Anfang an“ lautet das Motto der Physiotherapiepraxis mit Schwerpunkt Kinderbehandlung von Susanne Weidenhausen. Schon zu Ausbildungszeiten war der heutigen Praxisinhaberin klar: „Entweder es geht in den Kinderbereich oder ich mache noch was anderes.“ Die klare Linie behielt sie bei, was „anderes“ kam ihr nicht mehr in den Sinn. Kurz nach der Ausbildung behandelte sie Kinder in einer orthopädischen Praxis, anschließend folgten sechs Jahre physiotherapeutische Tätigkeit in einer Schule für Körperbehinderte. Als Umstrukturierungen stattfanden, der Einsatz von Physiotherapeuten in der Einrichtung fast dem Aufgabengebiet von Erziehern entsprach, entschied sie sich zur Praxisgründung und eröffnete vor elf Jahren eine Physiotherapiepraxis in Frankfurt am Main. In der ersten Zeit der Existenzgründung bot Susanne Weidenhausen ihren Patienten noch ein zweites Fachgebiet, Behandlungen im Kiefer-Mund-Gesichtsbereich an. Heute ist das gesamte Konzept auf Kinder und ihr Umfeld ausgerichtet. Nur im osteopathischen Bereich arbeitet die Physiotherapeutin und Heilpraktikerin mit erwachsenen Patienten, Schwangeren, Nachgeburtlichen, auch mal mit den Großeltern oder dem Papa. Dass man mit Händen und Techniken Menschen helfen kann, reizt sie bis …

Autor: Thomas Wein

Weniger Bürokratie für Therapeuten

Wie kann der Verwaltungsaufwand von Therapeuten erleichtert werden? Die Arbeit von Therapeuten unterliegt einem hohen bürokratischen Aufwand. Insbesondere die Abrechnung der Heilmittelrezepte mit den gesetzlichen Krankenkassen und die Erfüllung der Rezeptprüfpflicht nimmt einen erheblichen Teil der Arbeitszeit in Anspruch und wird aktuell nicht von den Krankenkassen bezahlt. Um das Thema „Entbürokratisierung“ zu erörtern, hatte der GKV Spitzenverband die maßgeblichen Verbände zu einer Videokonferenz eingeladen. Anlass war die Verschiebung der Heilmittel-Richtlinie, deren Inkrafttreten für eine Entlastung sorgen sollte, nun aber um drei Monate verschoben wird. (Kommentar dazu hier: https://vdb-physio.de/aktuelles/weg-mit-der-rezeptpruefpflicht-und-her-mit-einem-sitz-im-g-ba/) Die Verbände forderten In der Videokonferenz die Abschaffung der 12 Wochen-Frist, die Verlängerung der Beginnfrist von 28 Tagen und im Entlassmanagement auf 14 Tage, die Möglichkeit der Änderung der Verordnung durch die Leistungserbringer, keine Prüfung der Unterbrechungsfristen, die Weiterführung der Videotherapie, Verlängerung des Hygienebedarfs und eine Entschädigung für den bürokratischen Mehraufwand. Ob die genannten Punkte Berücksichtigung finden blieb offen. Der GKV Spitzenverband will nun bis spätestens Ende September eine Empfehlung für Heilmittelerbringer herausgeben.

zufriedener Mann nach dem Messebesuch

Autor: Thomas Wein

SOM:
Smarte Online Messe für Therapeuten

Die Smarte Online Messe unter der Schirmherrschaft von Dr. Roy Kühne findet erstmals vom 17. bis 19. September 2020 statt und verbindet Fachmesse und Kongress für Heilmittelerbringer. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung und dem Wandel der Therapie. Als Brand Partner des neuen Messekonzepts mit über 30 Ausstellern, darunter auch der VDB-Physiotherapieverband, und mehr als 50 Workshops, Livestreams und Webinaren freuen sich NOVENTI azh srzh zrk, der Pflaum Verlag mit der Zeitschrift pt und BODYMEDIA auf zahlreiche Besucher und einen spannenden Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die virtuelle Messe SOM Therapie wird sich online auf zwei Kongressbereiche erstrecken. Sie richtet sich an Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen. Darüber hinaus fokussiert die SOM auch interdisziplinäre Rehabilitationseinrichtungen, Zentren für medizinische Fitnessangebote, Osteopathen und Heilpraktiker. Rund 50 Workshops, Livestreams und Webinare vermitteln den Teilnehmern neue Erkenntnisse und Lösungen aus allen Bereichen der Heilmittelbranche. Wichtiger Teil des auf Interaktion und Dialog ausgelegten Konzepts sind virtuelle Messestände, an denen die Fachbesucher via 1:1-Chat-Funktion, Video-Call oder Mail zielgerichtete Gespräche führen und sich über neue Lösungen aus ihrem Bereich informieren …