rote Thrillepfeife auf schwarzen Hintergrund

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Regelungen für den
Heilmittelbereich

Die Krankenkassen veröffentlichen in einer Übersicht eine Zusammenfassung der Covid-19-Pandemie angepassten Regelungen im Heilmittelbereich. Der große Wurf ist es nicht – wenig bis fast nichts Neues findet der Leser in der kürzlich veröffentlichten Übersicht „Regelungen für den Heilmittelbereich aufgrund der COVID-19-Pandemie gültig ab 01.01.2021, Stand 14.12.2020“. Schon der Titel führt in die Irre, denn der Text befasst sich zum Teil mit einer Zusammenfassung der Regelungen von Februar bis Ende Dezember 2020. Die Übersicht wiederholt die bekannte Information, dass der GKV Spitzenverband und die Krankenkassenverbände wegen der Verschiebung des Inkrafttretens der überarbeiteten Heilmittel-Richtlinie sowie aufgrund der Corona-Pandemie die Anwendung bestimmter Regelungen im Jahr 2020 empfohlen und der Gemeinsame Bundesausschuss in die Heilmittel-Richtlinie übernommen hat. Dabei handelt es sich um die gesetzlichen Regelungen im Bezug auf die Hygienepauschale, Regelungen der Heilmitte-Richtlinien ab dem 1. Januar (12-Wochen-Frist, Beginn-Frist 28 Kalendertage, Entfall des Genehmigungsverfahrens) und Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie (Videotherapie und Entlassmanagement). Wer auf eine Information zur Weiterführung der Hygienepauschale gehofft hat, reibt sich die Augen – kein Wort dazu im Text. Die Krankenkassen wiederholen in der …

mehrere Coronavieren in rot

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Covid-19: So schützen Sie sich und Ihre Mitarbeiter!

Mitarbeiter in Physiotherapiepraxen unterliegen in der Pandemie einem hohem Infektionsrisiko. Daher gelten Hygienemaßnahmen nicht nur als Schutz für Patienten und zur Vermeidung der Verbreitung von Infektionen, sondern auch als Eigenschutz. Folgende Instrumente stehen zum Schutz der Mitarbeiter zur Verfügung: Der Arbeitsschutzstandard der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet einen rechtssicheren Leitfaden für Hygienemaßnahmen in der Pandemie. Kostenfreie präventive Testungen des Praxispersonals vermeiden die Verbreitung einer Covid-19 Infektion und schützen Kollegen und Patienten. Sollte es dennoch zu einer Erkrankung kommen, besteht die Möglichkeit den Infektionsfall der BGW zu melden, um eine Anerkennung einer Berufskrankheit abzuklären.   Arbeitsschutzstandard für Physiotherapiepraxen Als Richtschnur für Hygienemaßnahmen gilt der Arbeitsschutzstandard für Physiotherapiepraxen von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Alle Infos hier: Pandemie-Arbeitsschutzstandard fuer Physiotherapeuten Präventive Reihentestung für Physiotherapiepraxen Möchten sie ihre Mitarbeiter präventiv regelmäßig auf Covid-19 testen lassen? Die Testungen sind kostenfrei, wenn sie in einem Testzentrum oder in einer Arztpraxis durchgeführt werden. Alle Infos im Detail hier: Corona-Testung Physiotherapiepraxen Berufskrankheit Covid-19 Sollte ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin im Zusammenhang mit der physiotherapeutischen Tätigkeit an Covid-19 erkrankt …

Das Bild zeigt zwei Coronatest-Kits

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Anspruch auf kostenfreie Corona-Testung ohne
Vorlage eines
Testkonzeptes

Die Coronavirus-Testverordnung-Test V definiert, wer, wann einen Anspruch auf eine Testung hat. Nun ist eine überarbeitete Fassung in Kraft getreten. Am 2. Dezember ist eine überarbeitete Fassung der Coronavirus-Testverordnung in Kraft getreten. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einige Anpassungen vorgenommen. Für den Heilmittelbereich ändert sich folgendes: Wenn das Unternehmen eine präventive Testung der Mitarbeiter verlangt, besteht ein Anspruch. Neu ist, dass ein unternehmensbezogenes Testkonzept nicht mehr erstellt oder vorgelegt werden muss. Nach der Coronavirus-Testverordnung-Test V Paragraph 4 in Verbindung mit Paragraph 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 9 „Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe“ besteht ein Anspruch auf Tests bei asymptomatischem Personal in Heilmittelpraxen. Therapiepraxen können ohne Vorliegen von Symptomen kostenlos Tests an ihren Mitarbeitern durchführen lassen. Wo können die Mitarbeiter getestet werden? Die Physiotherapiepraxis bzw. die zu testenden Mitarbeiter wenden sich in diesem Zusammenhang an ein Testzentrum oder einen Arzt. Hier werden die Tests durchgeführt. Die Kosten rechnet das Testzentrum bzw. der zugelassene Arzt direkt mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung ab. Dem Arzt liegen entsprechende Abrechnungspositionen vor. Der Heilmittelpraxis sollten keine Kosten entstehen. Wie oft kann …

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Neue
Verordungsformulare für
Physiotherapie sind
ungültig

Zum Zeitpunkt der Abrechnung verlangt der GKV Spitzenverband eine gültige Verordnung. Der GKV Spitzenverband informiert in einer Mitteilung an den VDB-Physiotherapieverband über die Kenntnis, dass Ärzte in mehreren Bundesländern Verordnungen auf dem neuen Verordnungsmuster 13 ausstellen, das erst ab dem 01.01.2021 gültig wird. Der GKV Spitzenverband geht von Einzelfällen aus und habe die KBV umgehend auf die aktuell auftretenden Fälle aufmerksam gemacht und sie aufgefordert dafür Sorge zu tragen, dass die betroffenen PVS-Anbieter den Fehler schnellstmöglich beheben und alle Ärzte wieder gültige Heilmittelverordnungen ausstellen. Die Heilmittel-Richtlinie, die Verträge nach § 125 SGB V und die neuen Verordnungsformulare sollten ursprünglich zum 01.10.2020 in Kraft treten. Da verschiedene Anbieter von Praxisverwaltungssoftware diese Frist nicht halten konnten, wurde das Inkrafttreten auf den 01.01.2021 verschoben. Die KBV sei beauftragt gewesen sicherzustellen, dass bereits zertifizierte Software-Updates nicht ausgeliefert bzw. nicht durchgeführt werden. Nach dem Kenntnisstand der GKV hätten einzelne Ärzte das verschobene Update dennoch aufgespielt, doch die PVS-Hersteller böten bereits Lösungen zum „Downgrade“ an. Achtung: In der Mitteilung informiert der GKV Spitzenverband, dass spätestens zum Zeitpunkt der Abrechnung eine gültige …

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Bürokratieabbau für
Therapeuten

Die Krankenkassenverbände und der GKV-Spitzenverband veröffentlichen Empfehlungen zur bürokratischen Entlastung im Heilmittelbereich. Anlass ist die Verschiebung der Heilmittel-Richtlinie, die zur Entlastung des Verwaltungsaufwandes im Heilmittelbereich beitragen sollte. Zum Ausgleich geben die Krankenkassen nun aktualisierte Empfehlungen bekannt, die den bürokratischen Aufwand der Therapeuten in der Übergangszeit erleichtern. Damit werden die bisherigen Empfehlungen mit Stand vom 02.07.2020 ersetzt.   Die wichtigsten Maßnahmen kurz und knapp: Die Hygienepauschale wird verlängert bis zum 31.12.2020. Die geregelte Unterbrechungsfrist von 14 Tagen wird für alle Verordnungen, die bis zum 31.12.2020 abgerechnet werden, nicht geprüft. Änderungen an nicht richtlinienkonform ausgestellten Verordnungen können die Therapeuten bis zum 31.12 2020 selbständig vornehmen. Der Genehmigungsverzicht wird bereits für alle ab 01.10.2020 ausgestellten Verordnungen empfohlen. Damit setzen die Krankenkassen einen Teil, der von den maßgeblichen Verbänden in einer Videokonferenz geforderten Maßnahmen zum Bürokratieabbau, nach Verschieben der Heilmittel-Richtlinie, um. Die Empfehlungen im Wortlaut hier: 20200929_Aktualisierung_Empfehlungen_Verschiebung HeilM-RL.  

Würfel zeigen die Jahreszahlen 2020 und 2021 an.

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Inkrafttreten der neuen Heilmittel-Richtlinie am
1. Januar 2021

Die Pressestelle des Gemeinsamen Bundesausschusses informiert in einer Mitteilung über die definitive Verschiebung des Inkrafttretens der überarbeiteten Heilmittel-Richtlinie. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin beschlossen, das Inkrafttreten der umfassend überarbeiteten Heilmittel-Richtlinie um ein Quartal zu verschieben, teilt die Pressestelle des G-BA in einer Meldung mit. Neuer Stichtag ist der 1. Januar 2021. Der G-BA reagierte mit seinem Beschluss auf einen Antrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Bisher hätten nur wenige Anbieter das notwendige Zertifzierungsverfahren für die entsprechend angepasste Praxisverwaltungssoftware durchlaufen. Die KBV befürchtet, dass am 1. Oktober 2020 die notwendige Aktualisierung der jeweiligen Praxisverwaltungssoftware nicht flächendeckend zur Verfügung steht. Durch eine veraltete Praxissoftware werden jedoch fehlerhafte Heilmittelverordnungen ausgestellt, was wiederum zu einem erhöhten Prüfaufwand bei den Heilmittelerbringern führt. Eine ordnungsgemäße Umsetzung der neuen Vorgaben wäre somit nicht sichergestellt. Um die Neuerungen in der Heilmittelversorgung trotz der Verzögerung in der vertragsärztlichen Versorgung einheitlich zu etablieren, hat der G-BA im Hinblick auf die überarbeitete Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte einen Folgebeschluss gefasst: Auch diese wird erst am 1. Januar 2021 in Kraft treten. Übergang von der „alten“ zur …

Win trauriges und ein lachendes Smiley.

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Wie zufrieden sind
Physiotherapeuten in Deutschland?

Eine empirische Untersuchung mit Blick auf die Attraktivität des Berufes und den Fachkräftemangel Autoren: Ingmar Frederik Janke (B.Sc.), Prof. Dr. Gordon Heringshausen Zusammenfassung Hintergrund. In der vorliegenden Forschungsarbeit wurden Daten zur Arbeitszufriedenheit von Physiotherapeuten in Deutschland erhoben. Auch wurde untersucht ob mangelnde Arbeitszufriedenheit sich auf den Fachkräftemangel im Bereich der Physiotherapie bemerkbar macht. Zudem sollte festgestellt werden wie die Attraktivität des Berufes Physiotherapeut sich auf den Fachkräftemangel bzw. auf den Nachwuchs auswirkt. Studiendesign Die Daten wurden mittels Fragenbogen online versendet um eine große Anzahl von Physiotherapeuten zu erreichen. Die Daten von 1.017 Physiotherapeuten wurden hier erhoben und werden in den Ergebnissen dargestellt. Ergebnisse In den Ergebnissen wird deutlich, dass die Physiotherapeuten in Deutschland mit den Arbeitsfacetten Arbeitgeber, Arbeitskollegen, Arbeitsplatz und berufliche Tätigkeit im Grunde zufrieden sind. In Bereichen der Entwicklungsmöglichkeit und Bezahlung waren die Physiotherapeuten nicht zufrieden. Auch die Attraktivität des Berufes ist laut der Ergebnisse nicht positiv einzuschätzen. Vor allem, dass viele Therapeuten sich beruflich noch mal neu orientieren wollten und sich den Beruf bis ins Rentenalter nicht vorstellen können, lässt aufhorchen. Schlussfolgerung Um …

Praemiengutschein hift auch Physiotherapeuten

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Bildungsprämie fördert
auch Selbständige

Die Bildungsprämie unterstützt Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen mit bis zu 500 Euro bei ihrer Weiterbildung – auch Selbstständige. Soziale und therapeutische Berufe bringen hohe fachliche und persönliche Anforderungen mit sich. Physiotherapeuten sind gefordert, mit der medizinischen, technischen und therapeutischen Entwicklung in ihrem Berufsfeld schrittzuhalten und Patientinnen und Patienten aktuelle Therapieverfahren anbieten zu können. Mit den passenden Weiterbildungsangeboten können Erwerbstätige im Bereich der Physiotherapie inhaltlich auf dem neuesten Stand bleiben und sich persönlich für ihren Beruf weiterentwickeln – zum Beispiel, wenn Sie nach einer längeren Phase in Teilzeit wieder voll durchstarten oder sich generell weiterentwickeln möchten. Die Bildungsprämie unterstützt Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen mit bis zu 500 Euro bei ihrer Weiterbildung – auch Selbstständige. Der Prämiengutschein richtet sich an Personen, die mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und über ein zu versteuerndes Einkommen (zvE) von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro) verfügen. Das zu versteuernde Einkommen steht im Steuerbescheid. Der Betrag kann deutlich niedriger sein als das jährliche Bruttoeinkommen.Pro Kalenderjahr können Erwerbstätige einen Prämiengutschein erhalten. Eine Altersgrenze …

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Argumente gegen
eine Therapeutenkammer

Die Therapieberufe sind in eine Schieflage geraten. Als Hilfsberufe definiert, von den gesetzlichen Krankenkassen unterbezahlt, in Folge eines Zertifikatssystems und der Eigenfinanzierung der Ausbildung ausgebeutet, suchen Heilmittelerbringer nach Wegen aus der Krise. Die Forderungen sind eindeutig: höhere Vergütung, Autonomie, Abbau der Bürokratie, Schulgeld abschaffen, Ausbildungsreform umsetzen! Und: Die gesellschaftliche Anerkennung therapeutischer Leistungen soll deutlich größer werden. Um diese Ziele zu erreichen, fordern einzelne Interessengruppen die Errichtung einer Therapeutenkammer. Der VDB-Physiotherapieverband lehnt eine Kammer entschieden ab. Denn: Die Missstände in den Therapieberufen sind mit der Einführung einer Kammer nicht zu beseitigen. Zu den wichtigsten Gründen für den Ausstieg aus dem Beruf zählen eine unzureichende Vergütung, geringe gesellschaftliche Anerkennung und Aufstiegsmöglichkeiten. Auf die Vergütungen therapeutischer Leistungen haben Kammern keinen Einfluss. Nach SGB V sind die Vertragspartner der gesetzlichen Krankenkassen die Verbände, deren Vereinbarungsbefugnisse nach Inhalt und Umfang durch Bundesgesetzgebung und die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) begrenzt werden. Gesellschaftliche Anerkennung erfährt ein Therapeut, wenn seine Leistung angemessen finanziell entlohnt wird. Ein Direktzugang, ohne monetäre Aufwertung der therapeutischen Berufe, bedeutet in erster Linie ein mehr an Verantwortung für …

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Brandbriefe ausgewertet

An der Aktion „Therapeuten am Limit“ beteiligten sich im letzten Jahr über 1000 Heilmittelerbringer und schrieben Brandbriefe an Heiko Schneider. 629 wurden nun durch Prof. Dr. Heidi Höppner und Dr. Eva-Maria Beck sowie einem Team aus Studierenden qualitativ ausgewertet. Als Physiotherapeut Heiko Schneider im vergangenen Frühjahr seine Bewegung „Therapeuten am Limit“ startete, einen Brandbrief über die unhaltbaren Missstände im Heilmittelerbringerbereich schrieb und seine Kollegen dazu aufrief, es ihm gleichzutun, war er sich sicherlich nicht bewusst, dass er damit zum einen eine der medienwirksamsten Aktionen der letzten Jahre im Gesundheitssektor starten würde – und dass seinem Aufruf zum anderen an die 1000 Therapeutinnen und Therapeuten folgen würden. Am 28. Mai des vergangenen Jahres machte sich Heiko Schneider auf, seinen Brandbrief – und die der über 1000 Therapeutenkollegen – mit dem Fahrrad von Frankfurt am Main nach Berlin zum Bundesgesundheitsministerium zu bringen. Eine Woche dauerte die Tour und wurde zu einer aufsehenerregenden Aktion. Nicht nur, weil ihn zahlreiche Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Sprachtherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister sowie Podologen bei der Übergabe vor Ort unterstützten, sondern auch …