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Deutliche
Vergütungssteigerungen in den Therapieberufen
notwendig

In einer Online-Pressekonferenz stellte Prof. Dr. Günter Neubauer Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsanalyse ambulanter Therapiepraxen (WAT-Gutachten) vor. Die Vergütung, die ErgotherapeutInnen, LogopädInnen/SprachtherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen und PodologInnen für die Behandlung gesetzlich versicherter PatientInnen erhalten, muss deutlich steigen, lautet das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsanalyse. Im Betrachtungsjahr 2018 hätte sie je nach Heilmittelbereich um 42 bis 92 Prozent erhöht werden müssen. Nur mit einer deutlichen Erhöhung im Rahmen der anstehenden Preisverhandlungen ist langfristig eine wirtschaftliche Praxisführung und somit auch die flächendeckende Versorgung der PatientInnen mit Heilmitteln möglich, so das Fazit der Wirtschaftlichkeitsanalyse ambulanter Therapiepraxen (WAT-Gutachten). Das WAT-Gutachten wurde vom Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) im Auftrag von elf maßgeblichen Heilmittelverbänden durchgeführt. Ziel war es im ersten Schritt, die betriebswirtschaftliche Situation der Heilmittelerbringerpraxen zu analysieren. Die zweite Fragestellung war, wie hoch die Vergütung durch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sein müsste, um ein angemessenes Einkommen für die PraxisinhaberInnen sowie konkurrenzfähige Löhne für die MitarbeiterInnen gewährleisten zu können. Hier klafft laut IfG eine deutliche Lücke. Wie hoch diese ausfällt, variiert je nach Heilmittelbereich. Um langfristig eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen, sei es notwendig, ein angemessenes Einkommen der …

Ein Zeigefinger zegt auf ein Halswirbelsäulenmodell

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Hessen übernimmt
Schulgebühren für
Gesundheitsfachberufe

Ab dem 1. August 2020 gilt auch in Hessen die Schulgeldfreiheit. „Wir fördern die Schulen für Gesundheitsfachberufe jährlich mit bis zu fünf Millionen Euro, damit sie kein Schuldgeld mehr von den Auszubildenden verlangen“, teilt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose in einer Pressemitteilung mit und verweist auf den Fachkräftemangel. „Wir räumen so finanzielle Hürden beiseite, um die Gesundheitsfachberufe für junge Menschen attraktiver zu machen und den Weg zur Ausbildung zu erleichtern. So tragen wir dazu bei, auf Dauer eine gute und qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten“, betont Klose. Insgesamt profitieren von der Schulgeldfreiheit der Gesundheitsberufe in Hessen rund 2400 Schüler unabhängig vom Ausbildungsjahr, darunter auch angehende Physiotherapeuten sowie Masseure und medizinische Bademeister. Die Übernahme der Schulgebühren erfolgt auf Antrag durch den jeweiligen Schulträger. Der Erstattungsbetrag wird alle zwei Jahre um 1,5 Prozent erhöht. (red.)

Haende auf Laptoptastatur

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Online-Studium für
Therapeuten

Ab dem kommenden Wintersemester startet an der Alice Salomon Hochschule Berlin ein neuer Studiengang: der Bachelor Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online. Es handelt sich um ein berufsbegleitendes onlinebasiertes Studium für Berufserfahrene aus Pflege und Therapie (Ergo-, Physiotherapie, Logopädie). Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Durch den hohen Anteil an Online-Lehre bietet der Studiengang eine gute Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie. Da es sich hier um einen grundständigen Bachelorstudiengang an einer staatlichen Hochschule handelt, werden keine grundsätzlichen Studiengebühren erhoben. Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester. Der aktuelle Bewerbungszeitraum läuft noch bis zum 20.08.2020. Einen ersten Überblick zum Studium hier: Flyer_IGO Neben individuellen Beratungsmöglichkeiten, können Interessierte, ohne vorherige Anmeldung, am 30.07. (19:00h – 20:00h) und 12.08. (19:00h – 20:00h) per Zoom an einer Online-Informationsveranstaltung zum Studiengang teilnehmen (Zoom-Meeting: zoom.us/j/97135074228 Meeting-ID: 971 3507 4228 Passwort: 330689). Alle Informationen sind auch auf der Homepage des Studiengangs zu finden: www.ash-berlin.eu/igo  

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Überbrückungshilfe

Der Bund unterstützt Unternehmen mit einer Überbrückungshilfe. Ab dem 10. Juli können kleine und mittelständische Betriebe, Soloselbständige und Freiberufler eine Überbrückungshilfe beantragen. Der Zuschuss gehört zum Konjunkturpaket, gilt als Liquiditätshilfe und muss nicht zurückgezahlt werden. Die finanzielle Hilfe soll die wirtschaftliche Existenz von betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberuflern sichern. Die Umsetzung und Auszahlung übernehmen das jeweilige Bundesland.   Voraussetzung: Berechtigt sind Unternehmer aller Branchen, deren Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammen um mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Wo und wann kann der Antrag gestellt werden? Die Überbrückungshilfe wird über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt. Eine Antragstellung ist vom 10. Juli bis 30. September 2020 möglich. Die  Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de ist seit dem 8. Juli am Start. Wie hoch ist der Zuschuss? Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem Umsatzrückgang und liegt zwischen 40 und 60 Prozent der Fixkosten. (dad)   Alle Infos im Detail hier: Bundesfinanzministerium – Ueberbrueckungshilfe Foto: iStock.com/peshkov

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Bundestag beschließt Patientendaten-Schutz-Gesetz

Am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause hat der Bundestag das Patientendaten-Schutz-Gesetz beschlossen.⁠ ⁠Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung soll dafür sorgen, dass die elektronische Patientenakte, das Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen, wie es Dirk Heidenblut von der SPD ausdrückte, mit Inhalten gefüllt werden kann.⁠ Physiotherapeuten erhalten ab Juli 2021 einen Zugriff auf die elektronische Patientenakte. Weitere Heilmittelerbringer sollen zu einem späteren Zeitpunkt angeschlossen werden. ⁠ Kritik in der Debatte kam von Seiten der FDP, Grünen und DIE LINKE. So führte Dr. Achim Kessler (DIE LINKE) schwerwiegende datenschutzrechtliche Bedenken an und sieht das Gesetz daher nicht im Sinne der Patienten.⁠ Maria Klein-Schmeinck ( B90/GRÜNE) kritisierte Jens Spahn, er habe nicht die gesamte Versorgungskette im Blick behalten. Es sei nicht nachvollziehbar, warum weitere Heilmittelerbringer erst so spät hinzukommen. Die Vernetzung des Gesundheitswesens müsse endlich vorankommen. ⁠ Der Beschlussentwurf wurde in der 2. Beratung angenommen. (dad)⁠ ⁠ Gesetzesentwurf : Bundesgesundheitsministerium- Patientendaten-Schutz-Gesetz Weitere Artikel zum Thema: 2020/02/14/Anbindung-von-Physiotherapeuten-an-ePa 2019/11/13/Digitale-Versorgung-Gesetz-beschlossen

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G-BA
Corona-Sonderregelungen

G-BA passt befristete Corona-Sonderregelungen an. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Frist für den Beginn einer Heilmittelbehandlung nach einer vertragsärztlichen oder -zahnärztlichen Verordnung für gesetzlich Krankenversicherte von 14 Tagen auf 28 Tage verlängert, teilt die Presseabteilung des G-BA in einer Mitteilung mit. Damit soll einem in den Praxen möglicherweise bestehenden Terminstau bei Heilmittelbehandlungen, die bedingt durch die Corona-Pandemie nicht begonnen werden konnten, entgegengewirkt werden. Die Sonderregelung gilt bis zum 30. September 2020. Ab dem 1. Oktober 2020 gilt mit Inkrafttreten der neuen Heilmittel-Richtlinien künftig regelhaft die Frist von 28 Tagen zum Beginn einer Heilmittelbehandlung. Folgende Sonderreglungen für Heilmittel laufen zum 1. Juli 2020 aus: • Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, Krankentransporte und Krankenfahrten sowie Heilmittel (letztere auch von Zahnärztinnen und Zahnärzten verordnete) können nicht länger nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Ebenso kann die Verordnung nicht länger postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden. Die Beschlüsse wurden aufgrund des Vorliegens besonderer Umstände gemäß § 9 Absatz 2 Satz 4 Geschäftsordnung des G-BA im schriftlichen Abstimmungsverfahren gefasst. …

Frau mit MNS, Visier und Schutzanzug

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“Mach dich stark für mehr Mitarbeiter- und
Patientensicherheit”

Mitmachen beim Tag der Patientensicherheit am 17. September: Einrichtungen können zeigen, wie wichtig sie Mitarbeiter- und Patientensicherheit nehmen Die Corona-Pandemie bringt die Beschäftigten im Gesundheitswesen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Doch nur mit gesunden Mitarbeitenden ist eine stabile Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Der diesjährige Welttag der Patientensicherheit (WTPS) stellt daher das Thema Mitarbeitersicherheit in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Mach Dich stark für mehr Patientensicherheit“ ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) Deutschlands Gesundheitseinrichtungen auf, sich am 17. September mit eigenen Aktionen rund um eine sichere Gesundheitsversorgung zu engagieren. Dabei ist aufgrund der Pandemie-Situation neue Kreativität bei den Aktionen gefragt. Wie wichtig gesunde Mitarbeiter für das Gesundheitssystem sind, wird auch durch die Entscheidung der WHO betont: Sie hat den diesjährigen Welttag der Patientensicherheit, der am 17. September 2020 stattfindet, unter das Motto „Safe Health Workers, Safe Patients“ gestellt. „Schon lange betonen wir, dass Patientensicherheit und Mitarbeitersicherheit nicht zu trennen sind. Das ist nie so deutlich geworden wie in der Corona-Krise“, erklärt auch Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende im APS. „Gerade unter den aktuellen Umständen ist der Tag der …

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Arbeitszufriedenheit von Physiotherapeuten

Umfrageteilnehmer für eine Studie zur Arbeitszufriedenheit von Physiotherapeuten gesucht. Kilian Großmann ist Physiotherapeut und schreibt derzeit an seiner Masterarbeit an der Hochschule Neubrandenburg. Für eine Umfrage zum Thema Arbeitszufriedenheit hat er uns auf der Suche nach Teilnehmern um Unterstützung gebeten. Das machen wir sehr gerne! Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, in Zeiten des Coronavirus SARS-CoV-2 wird deutlich wie wichtig jeder einzelne Teil des Gesundheitswesens ist. Die Fachkräfte des Gesundheitssystems arbeiten unter Hochdruck, um die Patientenversorgung sicherzustellen und jedes einzelne gesundheitliche Problem zu behandeln. Durch den bekannten Fachkräftemangel, bei vor allem Pflege und Physiotherapie, ist es für das noch arbeitende Personal im Gesundheitswesen die doppelte und dreifache Belastung, um die Versorgung sicherzustellen. In der zuvor von mir durchgeführten Forschungsarbeit zum Thema „Die Berufszufriedenheit von in Krankenhäusern arbeitenden Physiotherapeuten: Ursachen, Folgen und Notwendige Ableitungen“ wurde die Berufszufriedenheit in einer Qualitativen Befragung von leitenden Physiotherapeuten in Krankenhäusern untersucht. Werden die Aussagen und Prädiktoren in einer Quantitativen Umfrage bestätigt? Die Umfrage findet ihr hier: https://www.umfrageonline.com/s/Arbeitszufriedenheitvonphys…

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Dialogprozess
„Bürokratieabbau im
Heilmittelbereich“

Im Rahmen einer Videokonferenz startete jüngst der Dialogprozess „Bürokratieabbau im Heilmittelbereich“. Zum Arbeitstreffen in digitaler Form hatte das Bundesministerium für Gesundheit eingeladen. An der Konferenz nahmen Gesundheitsminister Jens Spahn, Vertreter der maßgeblichen Verbände, des GKV Spitzenverbandes, der Krankenkassen und des Bundesministeriums für Gesundheit teil.   Außerhalb der Tagungsordnung informierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über aktuelle Zahlen zum Rettungsschirm. Rund zwei Drittel der Anträge seien gestellt und bis dato 630 Millionen Euro ausbezahlt, weitere Zahlungen angewiesen. Jens Spahn stellte allerdings auch klar: Eine Erweiterung oder eine Nachbesserung des Rettungsschirmes werde es nicht geben. Ziel war es, unbürokratisch und schnell Zahlungen zu leisten, dabei sei es nicht möglich alle Besonderheiten zu erfassen. In der Auftaktsitzung zum Dialogprozess Bürokratieabbau schlugen die Vertreter des Bundesministeriums die Themen Zuzahlungseinzug, Prüfpflichten und Verjährungsfristen vor. Vertreter der Verbände ergänzten die Inhalte mit den Problematiken der Prävention /ZPP. Darüber hinaus forderten die Verbände eine generelle Beteiligung an Themen, die den Heilmittelbereich betreffen. Bundesgesundheitsminister Spahn plant den weiteren Prozess in drei Arbeitsgruppen fortzuführen. Die Themenfelder werden durch das BMG erarbeitet und in Kürze den Verbänden …

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Reisehinweis: Nach Reisen in Risikogebiete droht Quarantäne

Nach einem Urlaub in einem Risikogebiet kann eine Pflicht zur Quarantäne bestehen. Die Ferien starten in den ersten Bundesländern. Unser Tipp: Informieren sie sich vorab auf der Website des Robert-Koch-Instituts über aktuelle Risikogebiete. Nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet kann im Zuge der Einreise nach Deutschland eine 14-tägige Quarantänepflicht bestehen. Detaillierte Regelungen zur Einreise nach Deutschland hat das Bundesministerium für Gesundheit hier zusammengefasst: Schreiben des BMG für Reisende (Juni 2020, Deutsch) Alle Infos zu den Risikogebieten hier (Stand 17.06.2020): Robert-Koch-Institut-Risikogebiete Wichtig: Nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet kann eine Pflicht zur 14 tägigen Quarantäne in Deutschland bestehen.