Autor: Thomas Wein

Existenz von
Therapiepraxen bedroht

Die Bundesregierung und Länder haben in den letzten Tagen weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angeordnet. Welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf unser Alltagsleben haben werden, wissen wir noch nicht. Aus Sorge vor einem medizinischen Versorgungskollaps und dem Schutz der Bevölkerung sind sie jedoch notwendig und richtig. Was wir jedoch schon heute wissen ist, dass wir mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen rechnen müssen. Die Situation in den ambulanten physiotherapeutischen Praxen ist angespannt, Selbständige fürchten um ihre Existenz. Patienten sagen aus Angst vor Ansteckung Termine ab, die Schließung von Alten- und Pflegeheimen verhindert eine Behandlung von Patienten. Der Ausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgrund fehlender Kinderbetreuung kommt in diesen Tagen auf die Unternehmer zu. In Folge der genannten Punkte verzeichnen die physiotherapeutischen Praxen einen Umsatzrückgang, der Unternehmer an die Grenzen ihrer wirtschaftlichen Existenz bringen kann. Die Bundesregierung reagiert zwar mit einem erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen, doch bezieht sich die Unterstützung lediglich auf Personalkosten, es besteht keine Entschädigung zu 100 Prozent. Die Therapiepraxen arbeiten jedoch mit einem prozentual hohen Anteil an Fixkosten. Durch die …

Würfel mit der Aufschrift Info

Autor: Thomas Wein

Heilmittelpraxen bleiben in Bayern geöffnet

Die Heilmittelpraxen sind nicht von den Restriktionen der Bayerischen Staatsregierung betroffen. Diese Info teilte Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag, dem VDB-Physiotherapieverband per E-Mail mit. Die Praxen in Bayern arbeiten auch im jetzt ausgerufenen Katastrophenfall weiter. Problematisch hält der Landtagsabgeordnete die Versorgung der Praxen mit Schutzkleidung und Handdesinfektionsmittel. Dies sei ein bayernweites Problem, für das die Staatsregierung mit Hochdruck Linderung suche und verweist auf die Erlaubnis an Apotheker, Desinfektionsmittel selbst herzustellen. Bernhard Seidenath bedankt sich ausdrücklich in seiner Mail bei allen Heilmittelerbringern, dass sie auch und gerade jetzt ihre wichtige Funktion im Gesundheitswesen ausüben.

Autor: Thomas Wein

Corona: Dokumentation von abgesagten Therapien

Liebe Mitglieder des VDB-Physiotherapieverbandes, in den letzten Tagen informierten uns Praxisinhaber über zahlreiche Patientenausfälle aufgrund der Corona-Krise. Wir befürchten, dass sich die Patientenausfälle in den nächsten Tagen noch steigern werden. Um den wirtschaftlichen Schaden zu belegen, ist es für uns – als ihre Interessensvertretung – absolut nötig, dass jede Praxis eine entsprechende Auflistung der Ausfälle erteilt. Daher bitten wir unsere Mitglieder dringend, alle Patientenausfälle lückenlos zu dokumentieren! Praxisintern muss der Grund der Absagen von Patientinnen und Patienten erfasst werden, insbesondere Absagen seitens der Praxis, um Risikopatienten nicht zu gefährden (z.B. wegen nicht oder unzureichend vorhandener Schutzkleidung u.ä.). Eine entsprechende Tabellenvorlage in der abgesagte Therapien dokumentiert und in der der Umsatzausfall durch die Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber berechnet werden soll, erhalten sie von ihren Landesverbänden. (dad)

Autor: Thomas Wein

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Die Bundesregierung öffnet den Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz tritt am 1. März in Kraft. Damit regelt die Bundesregierung die Einwanderung von Fachkräften aus dem außereuropäischen Ausland. Was ist neu? • Zukünftig gelten als Fachkräfte nicht nur Hochschulabsolventen, sondern auch Beschäftigte mit einer qualifizierten Berufsausbildung. Voraussetzung für die Einwanderung nach Deutschland ist die Anerkennung der Qualifikation. Unqualifizierte oder Niedrigqualifizierte erhalten keinen Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland. • Die sogenannte Vorrangprüfung entfällt, wenn die qualifizierte Fachkraft einen Arbeitsvertrag und eine in Deutschland anerkannte Qualifikation nachweisen kann. • Fachkräften mit beruflicher Bildung steht der Zugang zu qualifizierten Beschäftigungen, zu der ihre Qualifikation befähigt, offen. Die Begrenzung auf Engpassberufe entfällt. • Hochschulabsolventen und Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung wird ermöglicht zeitlich befristet bis zu sechs Monaten zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu reisen. Voraussetzung für die Einreise zur Arbeitsplatzsuche sind Deutschkenntnisse in der Regel auf dem Niveau B1 und die Lebensunterhaltssicherung. Eine Probbeschäftigung von bis zu zehn Stunden die Woche ist möglich • Mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit (BA) können Anerkennungsverfahren mit Qualifizierungsmaßnahmen …

Autor: Thomas Wein

Vergütungsverhandlungen 2020: Verbände ziehen an einem Strang

Während die Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zum neuen bundeseinheitlichen Rahmenvertrag bereits laufen, bereiten die Berufsverbände gleichzeitig die bevorstehenden Vergütungsverhandlungen vor, die im April starten sollen. In Düsseldorf trafen sich zu einer vorbereitenden Sitzung Vertreter der elf maßgeblichen Berufsverbände, die im vergangenen Jahr gemeinsam eine Wirtschaftlichkeitsanalyse ambulanter Therapiepraxen (WAT-Gutachten) beim Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) in Auftrag gegeben hatten. Die Ergebnisse dieses Gutachtens werden durch Prof. Dr. Günter Neubauer, Direktor des IfG und ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen, voraussichtlich Ende April veröffentlicht. Die bisherigen regionalen Verträge laufen zum 30. Juni 2020 aus, behalten aber bis zum Abschluss einer neuen bundesweiten Vereinbarung ihre Gültigkeit. Die neuen Preise sowie der neue Rahmenvertrag werden daher frühestens ab dem 1. Juli 2020 gelten. An dem Treffen in Düsseldorf nahmen Vertreter der Verbände dbl, dbs, DVE, IFK, LOGO Deutschland, VDB, VDP, VPT, ZFD und ZVK teil.

Ein Mann sitzt zusammengefallen auf einem Stuhl

Autor: Thomas Wein

Onlinebefragung

Wie hoch ist der Einfluss von psychischen Belastungen im Arbeitskontext von Heilmittelerbringern auf die Intention eines Arbeitsplatzwechsels und eines Berufsausstieges? Leonie Steffan untersucht im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „Therapiewissenschaften“ an der Hochschule Fresenius in Idstein den Einfluss von psychischen Belastungen im Arbeitskontext von Heilmittelerbringern auf die Intention eines Arbeitsplatzwechsels und eines Berufsausstieges. Ebenso soll erfasst werden, wie Berufsaussteiger der Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie und Podologie die psychischen Belastungen rückblickend bewerten. Für diese Arbeit benötigt Leonie Steffan die Unterstützung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten und Podologen, die sich bereit erklären, an einer Onlinebefragung teilzunehmen. Die Befragung erfolgt anonym und endet am 29.03.2020. Die Beantwortung des Fragebogens nimmt ca. 15 Minuten in Anspruch. Eine Teilnahme ist unter den folgenden Bedingungen möglich: – Abgeschlossene Ausbildung oder abgeschlossenes Studium der Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie oder Podologie – Berufseinsteiger mit mindestens einem Monat Berufserfahrung, Berufstätige, aktuell nicht Berufstätige oder Berufsaussteiger der oben genannten Heilmittelberufe Zu dem Fragebogen gelangen Sie unter folgendem Link: https://forms.gle/Yii9XC74c48mhSHx5

Das Bild zeigt einen Arzt mit einer elektronischen Patientenakte

Autor: Thomas Wein

Physiotherapeuten und
die ePA

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Referentenentwurf „Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur“ oder kurz: „Patientendaten-Schutzgesetz“ veröffentlicht. Der Entwurf regelt die zukünftige Dokumentation und Nutzung von Gesundheitsdaten in Deutschland. Ab 2021 sind die Krankenkassen verpflichtet ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung zu stellen. Basis für die digitale Kommunikation im Gesundheitswesen ist eine eigens eingerichtete Datenautobahn – die Telematikinfrastruktur. Sie vernetzt Patienten, Leistungserbringer und Kostenträger. Gesammelt werden die Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA). Möglicher Zeitplan regelt die Anbindung von Physiotherapeuten Im Referentenentwurf zum Patientendaten-Schutzgesetz wird die Gesellschaft für Telematik beauftragt, Voraussetzungen für eine Anbindung von Hebammen, Physiotherapeuten, Pflegeeinrichtungen, Vorsorge und Rehabilitationseinrichtungen sowie dem öffentlichen Gesundheitsdienst zu schaffen. Stichtag ist der 30. Juni 2021. Ab 1. Juli 2021 erhalten Physiotherapeuten zum Ausgleich der Ausstattungs- und Betriebskosten eine Erstattung. So sieht es der Referententwurf vor. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen soll dazu mit den maßgeblichen Verbänden bis zum 31. März 2021 das Abrechnungsverfahren vereinbaren. Nach dem Digitale-Versorgung-Gesetz können sich Physiotherapeuten freiwillig an die Telematikinfrastruktur anbinden. (dad) / Redaktion Therapie und Praxis

Gluehbirne steht fuer Innovation

Autor: Thomas Wein

„physioscience-Preis 2020“

Beiträge für den Wissenschaftspreis einreichen Die Fachzeitschrift „physioscience“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) vergibt auch in diesem Jahr den mit 3 000 Euro dotierten „physioscience-Preis“. Damit zeichnet die Thieme Gruppe gemeinsam mit dem Herausgeberteam der „physioscience“ herausragende Original- und Übersichtsarbeiten, Leitlinien oder Fallberichte in der Physiotherapie aus. Bewertet werden Beiträge, die zwischen Juni 2019 und Juni 2020 veröffentlicht wurden oder das Peer-Review-Verfahren bereits erfolgreich durchlaufen haben. Beiträge, die bis Ende Mai 2020 eingereicht werden, gehen noch in die Bewertung mit ein. Die eingereichten Beiträge des vergangenen Jahres werden von einer Jury bewertet, die sich im jährlichen Wechsel aus den Herausgebern der „physioscience“ zusammensetzt. Sie alle sind in der Forschung und Lehre in Deutschland oder dem europäischen Ausland tätig. Die Herausgeber bewerten die Beiträge hinsichtlich ihrer Relevanz für Physiotherapeuten sowie die wissenschaftliche Qualität der Forschungsarbeit und des eingereichten Manuskripts. Die Preisverleihung findet in diesem Jahr im Rahmen des 5. Forschungssymposiums Physiotherapie der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaften e.V. (DGPTW) Ende November an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus – Senftenberg am Campus Senftenberg statt. Dort wird der Gewinner seinen …

Autor: Thomas Wein

Coronavirus:
Empfehlungen für
Beschäftigte im
Gesundheitswesen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von einer gesundheitlichen Notlage mit internationaler Tragweite aus. Alle Infos zum Coronavirus und Schutzmaßnahmen für Beschäftigte im Gesundheitswesen: Coronavirus: In­for­ma­tio­nen für Be­schäf­tig­te im Ge­sund­heits­we­sen (BGW-online) bit.ly/2u70kGl Aktuelle Infos finden Sie auch auf der Website des Robert-Koch-Instituts www.rki.de/ncov Für besorgte Bürgerinnen und Bürger wurde in Bayern eine Hotline eingerichtet. Coronavirus-Hotline: 09131 6808-5101 Alle Infos aus dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit zu aktuellen Infektionskrankheiten und Schutzmaßnahmen finden Sie hier: https://bit.ly/2RzaHM3      

Teilnehmer der Gespraechsrunde

Autor: Thomas Wein

Akademisierung der
Physiotherapie geht am Ziel vorbei

Gesprächsrunde mit MdB Stephan Stracke an der Sebastian-Kneipp-Schule Bad Wörishofen, 21. Januar 2020 – Nach dem Berufsstand der Hebammen ist nun auch bei der Physiotherapie eine Vollakademisierung in der politischen Diskussion. Deshalb verschaffte sich der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke direkt vor Ort, in der Sebastian-Kneipp Schule Bad Wörishofen, einen Überblick und sprach mit den Beteiligten. Als stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Gesundheit im Bundestag weiß er um die Brisanz dieses Themas und nahm die Einladung von Kneipp-Bund-Präsident Klaus Holetschek, MdL (der Kneipp-Bund ist Träger der Schule) und Schatzmeister Stefan Welzel zu diesem Ortstermin gerne an. Schulleiter Thomas Gindhart erläuterte die Ausgangslage der Schule, die seit über 60 Jahren besteht und eine fundierte praxisorientierte Ausbildung für medizinische Bademeister und Physiotherapeuten anbietet. Mit der Schulgeldfreiheit, von der die Schülerinnen und Schüler seit Beginn dieses Schuljahrs profitieren, wurde ein wichtiger Schritt gemacht, um die Berufsausbildung attraktiver zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Durch eine vollständige Akademisierung hingegen würde man den Zugangstrichter enger machen. Mittel- und Realschülern würde der Weg verbaut, weil der „vertikale Durchstieg“ nicht mehr möglich sei, so …