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Bundestag beschließt Patientendaten-Schutz-Gesetz

Am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause hat der Bundestag das Patientendaten-Schutz-Gesetz beschlossen.⁠ ⁠Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung soll dafür sorgen, dass die elektronische Patientenakte, das Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen, wie es Dirk Heidenblut von der SPD ausdrückte, mit Inhalten gefüllt werden kann.⁠ Physiotherapeuten erhalten ab Juli 2021 einen Zugriff auf die elektronische Patientenakte. Weitere Heilmittelerbringer sollen zu einem späteren Zeitpunkt angeschlossen werden. ⁠ Kritik in der Debatte kam von Seiten der FDP, Grünen und DIE LINKE. So führte Dr. Achim Kessler (DIE LINKE) schwerwiegende datenschutzrechtliche Bedenken an und sieht das Gesetz daher nicht im Sinne der Patienten.⁠ Maria Klein-Schmeinck ( B90/GRÜNE) kritisierte Jens Spahn, er habe nicht die gesamte Versorgungskette im Blick behalten. Es sei nicht nachvollziehbar, warum weitere Heilmittelerbringer erst so spät hinzukommen. Die Vernetzung des Gesundheitswesens müsse endlich vorankommen. ⁠ Der Beschlussentwurf wurde in der 2. Beratung angenommen. (dad)⁠ ⁠ Gesetzesentwurf : Bundesgesundheitsministerium- Patientendaten-Schutz-Gesetz Weitere Artikel zum Thema: 2020/02/14/Anbindung-von-Physiotherapeuten-an-ePa 2019/11/13/Digitale-Versorgung-Gesetz-beschlossen

Das Bild zeigt einen Arzt mit einer elektronischen Patientenakte

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Physiotherapeuten und
die ePA

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Referentenentwurf „Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur“ oder kurz: „Patientendaten-Schutzgesetz“ veröffentlicht. Der Entwurf regelt die zukünftige Dokumentation und Nutzung von Gesundheitsdaten in Deutschland. Ab 2021 sind die Krankenkassen verpflichtet ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung zu stellen. Basis für die digitale Kommunikation im Gesundheitswesen ist eine eigens eingerichtete Datenautobahn – die Telematikinfrastruktur. Sie vernetzt Patienten, Leistungserbringer und Kostenträger. Gesammelt werden die Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA). Möglicher Zeitplan regelt die Anbindung von Physiotherapeuten Im Referentenentwurf zum Patientendaten-Schutzgesetz wird die Gesellschaft für Telematik beauftragt, Voraussetzungen für eine Anbindung von Hebammen, Physiotherapeuten, Pflegeeinrichtungen, Vorsorge und Rehabilitationseinrichtungen sowie dem öffentlichen Gesundheitsdienst zu schaffen. Stichtag ist der 30. Juni 2021. Ab 1. Juli 2021 erhalten Physiotherapeuten zum Ausgleich der Ausstattungs- und Betriebskosten eine Erstattung. So sieht es der Referententwurf vor. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen soll dazu mit den maßgeblichen Verbänden bis zum 31. März 2021 das Abrechnungsverfahren vereinbaren. Nach dem Digitale-Versorgung-Gesetz können sich Physiotherapeuten freiwillig an die Telematikinfrastruktur anbinden. (dad) / Redaktion Therapie und Praxis

elektronisches Endgeraet mit Darstellung einer elektonischen Patientenakte.

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Die elektronische
Patientenakte

Das Bundesministerium für Gesundheit will bis 2021 ein digitales Netzwerk für den Gesundheitsbereich einrichten. Welche Chancen und Risiken bringt die elektronische Patientenakte?   Von Tina Thiede In weniger als eineinhalb Jahren, zum ersten Januar 2021, will das Bundesministerium für Gesundheit ein digitales Netzwerk für den Gesundheitsbereich schaffen. Während Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken verpflichtet werden, sich an die Telematikinfrastruktur anschließen zu lassen, bleibt es Physiotherapeuten, Hebammen und Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen selbst überlassen, sich einzugliedern – die Kosten werden erstattet. Doch was genau bedeutet das für Physiotherapeuten? Wie sieht so eine Eingliederung aus? Welche Chancen und Risiken bringt sie mit sich? Ein wesentlicher Bestandteil der Telematikinfrastruktur ist, neben der elektronischen Gesundheitskarte, die elektronische Patientenakte (ePA). Bei dieser handelt es sich um die digitale Sammlung medizinischer Daten eines Patienten. Bisher werden elektronische Patientenakten zumeist nur institutionsintern genutzt. Das heißt, Patientendaten werden innerhalb eines bestimmten Krankenhauses erhoben und können ausschließlich dort abgerufen werden. Ziel ist es nun, eine einrichtungsübergreifende Akte zu erschaffen, welche diese institutionellen Patientenakten nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen soll. Grundsätzliches Ziel der ePA ist eine bessere …